StartseiteUntertagebau

Untertagebau in Dresden

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

MEHR ERFAHREN →

Der Untertagebau umfasst sämtliche Ingenieurleistungen zur Planung, Bemessung und Ausführung von Bauwerken unter der Geländeoberfläche. In Dresden reicht das Spektrum von tiefen Baugruben für innerstädtische Hochbauprojekte über Tunnelvortriebe für die Verkehrsinfrastruktur bis hin zu Leitungs- und Kanalbau in geschlossener Bauweise. Die Disziplin erfordert ein tiefgreifendes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Bauwerk und umgebendem Gebirge oder Lockergestein. Eine sorgfältige geotechnische Analyse für Tunnel in weichem Boden ist dabei ebenso unverzichtbar wie die präzise statische Nachweisführung nach aktuellen Regelwerken.

Die geologischen Bedingungen im Dresdner Elbtalkessel sind stark von den quartären Lockersedimenten der Elbe und ihrer Nebenflüsse geprägt. Weitgespannte Auelehm- und Kieslagen wechseln sich mit sandigen und schluffigen Partien ab, während in den Hanglagen des Elbhangsandsteins und im Plauenschen Grund Festgesteine anstehen. Diese heterogene Schichtenfolge stellt besondere Anforderungen an die Baugrunderkundung und die Wahl geeigneter Vortriebsverfahren. Insbesondere der Grundwasserstand, der in weiten Teilen des Stadtgebiets oberflächennah ansteht, erfordert durchdachte Wasserhaltungs- und Abdichtungskonzepte.

Untertagebau in Dresden

Für den Untertagebau in Deutschland bildet die DIN EN 1997 (Eurocode 7) in Verbindung mit dem nationalen Anhang und den ergänzenden Normen der Reihe DIN 4020 sowie der DIN 1054 den verbindlichen Rahmen. Die Empfehlungen des Arbeitskreises Baugruben (EAB) und des Arbeitskreises Tunnelbau (ETB) der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik konkretisieren die normativen Vorgaben für die Praxis. Bei Projekten im Einflussbereich von Grundwasser sind zudem die Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes und der Sächsischen Anlagenverordnung zu beachten. Die geotechnische Bemessung tiefer Baugruben muss diese Regelwerke konsequent umsetzen, um standsicherheitliche Defizite auszuschließen.

Typische Projekte, die untertagebautechnisches Fachwissen in Dresden erfordern, sind der Neubau von Stadtbahntunneln, die Errichtung unterirdischer Parkgaragen unter sensibler Altstadtbebauung oder das Einbringen von Großprofilkanälen im Vortriebsverfahren. Auch die Herstellung tiefer Baugruben für mehrgeschossige Unterkellerungen entlang der Prager Straße oder die Sicherung von Ufermauern entlang der Elbe fallen in diesen Aufgabenbereich. Jedes dieser Vorhaben verlangt eine kontinuierliche messtechnische Begleitung der Ausführung, um unerwartete Verformungen frühzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können. Die geotechnische Baugrubenüberwachung liefert dafür die erforderlichen Messdaten in Echtzeit.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: kontakt@geotechnik.biz

Verfügbare Leistungen

Geotechnische Analyse für Tunnel in weichem Boden

→ Ver detalle

Geotechnische Bemessung tiefer Baugruben

→ Ver detalle

Geotechnische Baugrubenüberwachung

→ Ver detalle

Fragen und Antworten

Was versteht man unter Untertagebau und welche Bauverfahren gehören dazu?

Untertagebau bezeichnet alle Bauverfahren zur Herstellung von Hohlräumen unter der Geländeoberfläche. Dazu zählen der bergmännische Tunnelvortrieb mit Spritzbetonsicherung, der maschinelle Schildvortrieb, die geschlossene Bauweise für Leitungsgräben sowie die Erstellung tiefer Baugruben mit rückverankerter oder ausgesteifter Verbauwand. Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach den anstehenden Boden- und Felsformationen, den Grundwasserverhältnissen und den Platzverhältnissen im urbanen Umfeld.

Welche geologischen Besonderheiten prägen den Untertagebau in Dresden?

Dresden liegt im Elbtalkessel, wo mächtige quartäre Lockergesteinsfolgen aus Auelehm, Sanden und Kiesen den Baugrund dominieren. In den Randbereichen treten kreidezeitliche Sandsteine und im Süden der Stadt variszische Granodiorite auf. Der Grundwasserspiegel steht vielerorts nur wenige Meter unter Gelände. Diese Wechsellagerung von bindigen und rolligen Böden mit oft hohem Wasserdruck erfordert eine detaillierte Erkundung und angepasste Sicherungs- sowie Abdichtungsmaßnahmen.

Welche Normen und Regelwerke sind für den Untertagebau in Deutschland maßgebend?

Die zentrale Norm ist die DIN EN 1997 (Eurocode 7) mit nationalem Anhang, ergänzt durch DIN 1054 für Baugrundsicherheit und DIN 4020 für geotechnische Untersuchungen. Für Baugruben gelten die Empfehlungen des Arbeitskreises Baugruben, für den Tunnelbau die Empfehlungen des Arbeitskreises Tunnelbau der DGGT. Zusätzlich sind bei Wasserhaltungsmaßnahmen das Wasserhaushaltsgesetz und landesrechtliche Anlagenverordnungen zu berücksichtigen.

Warum ist eine messtechnische Überwachung im Untertagebau unverzichtbar?

Die messtechnische Überwachung dient dem Nachweis, dass die prognostizierten Verformungen und Beanspruchungen mit den tatsächlich eintretenden Werten übereinstimmen. Mittels Inklinometer, Extensometer und geodätischer Messpunkte werden Verschiebungen an der Baugrubenwand und im umgebenden Boden kontinuierlich erfasst. Abweichungen von den Planwerten können so frühzeitig erkannt werden, sodass rechtzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet und Schäden an Nachbarbauwerken vermieden werden.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Dresden und seinem Großraum.

Größere Karte ansehen