Wenn der hydraulische Lastrahmen mit 45 kN auf den Dresden-Typ trifft: Die CBR-Prüfung nach TP BF-StB Teil B 7.1 beginnt. Der zylindrische Stempel von 50 mm Durchmesser dringt mit 1,27 mm/min in den Boden ein – ein Vorgang, der in den quartären Kiesen der Elbtalwanne oder im Plänerverwitterungslehm der Dresdner Elbhänge völlig unterschiedliche Reaktionskurven liefert. Das mobile Prüfgerät, bestehend aus Lastpresse, Wegaufnehmer und Ringkraftmessdose, wird direkt auf dem verdichteten Planum oder im Untergrund aufgesetzt. Die Aufzeichnung erfolgt elektronisch mit einer Auflösung von 0,01 mm, sodass die charakteristischen CBR-Werte bei 2,5 und 5,0 mm Eindringung präzise erfasst werden. Ergänzend zur Tragfähigkeitsbewertung bieten wir bei bindigen Böden die Atterberg-Grenzen an, um die Plastizität und Wassereinflüsse auf den späteren Oberbau zu quantifizieren.
Der CBR-Wert nach Wasserlagerung entscheidet über die Dicke des frostsicheren Oberbaus – in Dresden mit seinen bindigen Lössböden oft der kritischere Parameter als die Verdichtung selbst.
