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Felddichtebestimmung nach Sandkegelverfahren in Dresden – Präzise Verdichtungskontrolle vor Ort

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Die quartären Kiessandterrassen der Dresdner Elbtalweitung prägen den Baugrund in weiten Teilen des Stadtgebiets. Diese sandig-kiesigen Ablagerungen mit variierenden Feinanteilen stellen hohe Anforderungen an die Verdichtungskontrolle beim Einbau von Tragschichten, Hinterfüllungen und Dämmen. Eine unzureichende Verdichtungsleistung führt hier schnell zu Setzungsschäden, die bei den hochwertigen Bauvorhaben entlang der Elbe und in der historischen Innenstadt nicht toleriert werden. Die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren liefert auf diesen inhomogenen Substraten verlässliche Trockendichten, die als Grundlage für die Abnahme des Erdplanums dienen. Unser Labor setzt dieses genormte Verfahren ein, um den Verdichtungsgrad Ihrer Schüttlagen direkt auf der Baustelle zu prüfen und mit den Anforderungen der Proctor-Versuche abzugleichen.

Jeder unverdichtete Kubikmeter Elbkies kann unter Verkehrslast zu Setzungen von mehreren Zentimetern führen – eine kontrollierte lagenweise Verdichtung ist in Dresden daher keine Option, sondern Pflicht.

Vorgehen und Leistungsumfang

Beim Neubau eines Mehrfamilienhauses in der Dresdner Neustadt stand kürzlich die Verfüllung einer ehemaligen Tiefgarage an. Der anstehende Elbkies wurde lagenweise eingebaut und verdichtet, wobei jede dritte Lage einer systematischen Dichtekontrolle unterzogen werden musste. Genau hier greift das Sandkegelverfahren: Ein zylindrischer Prüfbereich wird freigelegt, das entnommene Material gewogen und das entstandene Volumen mit einem kalibrierten, einheitlichen Sand aufgefüllt. Die ermittelte in-situ Dichte wird anschließend ins Verhältnis zur im Labor bestimmten Proctordichte gesetzt. Bei grobkörnigen Böden mit geringem Steinanteil, wie sie für Dresden typisch sind, bietet das Verfahren eine Genauigkeit, die mit nuklearen Sonden vergleichbar ist, jedoch ohne strahlenschutzrechtliche Auflagen auskommt. Für bindigere Auelehme im Bereich des Ostrageheges kombinieren wir die Dichteprüfung bei Bedarf mit einer Korngrößenanalyse, um die Verdichtbarkeit des Materials besser einschätzen zu können.
Felddichtebestimmung nach Sandkegelverfahren in Dresden – Präzise Verdichtungskontrolle vor Ort
Technisches Referenzbild — Dresden

Lokale Besonderheiten

Das Dresdner Mikroklima mit seiner Lage im Elbtalkessel bringt besonders im Winterhalbjahr Inversionswetterlagen mit hoher Luftfeuchtigkeit und langanhaltenden Nebelperioden. Feuchtigkeit ist der größte Störfaktor für das Sandkegelverfahren, denn bereits geringe Wassergehaltsänderungen im Prüfsand verfälschen das eingefüllte Volumen und damit die gesamte Dichtemessung. Ein zweiter kritischer Punkt sind die teils oberflächennah anstehenden, verwitterten Granodiorit-Zersatzzonen an den Talhängen in Loschwitz oder Pillnitz. Diese Böden neigen zu Gefügeauflockerungen, die bei der Prüfgrubenherstellung zu ungewollten Volumenvergrößerungen führen. Unsere Prüfteams gleichen diese lokalen geologischen Besonderheiten durch eine strikte Einhaltung der Konditionierungsvorschriften und den Einsatz von Witterungsschutzhauben aus, um die geforderte Messgenauigkeit auch bei ungünstiger Witterung zu gewährleisten.

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Typische Werte

ParameterTypischer Wert
Normative GrundlageDIN 18125-2:2020-11
Geeignete BodenartenKies, Sand, gemischtkörnige Böden (Korngröße ≤ 63 mm)
Prüftiefeca. 15 bis 25 cm (abhängig von Größtkorn)
Messbereich Trockendichte1.6 bis 2.3 g/cm³ (kiessandtypisch für Dresden)
Erforderliche Prüfdauer pro Punktca. 20 bis 30 Minuten
Kalibrierung des Prüfsandesregelmäßig nach DIN 18125-2, dokumentiert im Qualitätsmanagement

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Felddichtebestimmung für Tragschichten, Frostschutzschichten und Dämme nach ZTV E-StB, auch als kombinierte Prüfung mit dem SPT-Bohrung für tiefere Schichten bei Großprojekten.

Geltende Normen

DIN 18125-2:2020-11 – Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Dichte des Bodens – Teil 2: Feldversuche (Sandkegelverfahren), ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, TP BF-StB Teil B 6 – Technische Prüfvorschriften für Boden und Fels im Straßenbau: Dichte (Sandkegelverfahren)

Fragen und Antworten

Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Dresden?

Für eine standardmäßige Dichteprüfung nach DIN 18125-2 im Stadtgebiet Dresden liegen die Kosten üblicherweise zwischen €110 und €140 pro Prüfpunkt. Der Preis variiert je nach Anzahl der Prüfpunkte pro Baustellentag und der Zugänglichkeit des Prüffelds. Bei größeren Abnahmeprüfungen ab 10 Punkten können wir günstigere Staffelpreise anbieten.

Welche Bodenarten können mit dem Sandkegelverfahren geprüft werden?

Das Verfahren ist ideal für fein- bis grobkörnige Böden mit einem Größtkorn bis 63 mm, also für die in Dresden häufig anstehenden Sande und Kiese der Elbterrassen. Stark bindige Tone oder stark steinige Schichten mit Kopfgrößen über 63 mm sind nicht geeignet; hier muss auf Ersatzverfahren wie das Ausstechzylinder-Verfahren oder die dynamische Fallplatte ausgewichen werden.

Wie viele Prüfpunkte sind für meine Baumaßnahme nötig?

Die Anzahl der Prüfpunkte richtet sich nach den Vorgaben der ZTV E-StB und dem Bauvertrag. Üblich ist ein Raster von einem Prüfpunkt je 200 bis 500 m² pro verdichteter Lage. Unser verantwortlicher Ingenieur legt das Prüfraster in Abstimmung mit der örtlichen Bauleitung und dem Baugrundgutachter fest, sodass der geforderte Verdichtungsgrad DPr statistisch abgesichert nachgewiesen wird.

Wie lange dauert die Auswertung vor Ort?

Das Ergebnis der Trockendichte liegt bereits nach etwa 30 Minuten auf der Baustelle vor. Unser Prüfteam kann den Verdichtungsgrad sofort mit dem geforderten Sollwert aus dem Proctorversuch abgleichen und die Lage für den weiteren Einbau freigeben oder, falls nötig, eine Nachverdichtung anordnen. So entstehen keine unnötigen Wartezeiten im Bauablauf.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Dresden und seinem Großraum.

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