Die quartären Kiessandterrassen der Dresdner Elbtalweitung prägen den Baugrund in weiten Teilen des Stadtgebiets. Diese sandig-kiesigen Ablagerungen mit variierenden Feinanteilen stellen hohe Anforderungen an die Verdichtungskontrolle beim Einbau von Tragschichten, Hinterfüllungen und Dämmen. Eine unzureichende Verdichtungsleistung führt hier schnell zu Setzungsschäden, die bei den hochwertigen Bauvorhaben entlang der Elbe und in der historischen Innenstadt nicht toleriert werden. Die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren liefert auf diesen inhomogenen Substraten verlässliche Trockendichten, die als Grundlage für die Abnahme des Erdplanums dienen. Unser Labor setzt dieses genormte Verfahren ein, um den Verdichtungsgrad Ihrer Schüttlagen direkt auf der Baustelle zu prüfen und mit den Anforderungen der Proctor-Versuche abzugleichen.
Jeder unverdichtete Kubikmeter Elbkies kann unter Verkehrslast zu Setzungen von mehreren Zentimetern führen – eine kontrollierte lagenweise Verdichtung ist in Dresden daher keine Option, sondern Pflicht.
Fragen und Antworten
Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Dresden?
Für eine standardmäßige Dichteprüfung nach DIN 18125-2 im Stadtgebiet Dresden liegen die Kosten üblicherweise zwischen €110 und €140 pro Prüfpunkt. Der Preis variiert je nach Anzahl der Prüfpunkte pro Baustellentag und der Zugänglichkeit des Prüffelds. Bei größeren Abnahmeprüfungen ab 10 Punkten können wir günstigere Staffelpreise anbieten.
Welche Bodenarten können mit dem Sandkegelverfahren geprüft werden?
Das Verfahren ist ideal für fein- bis grobkörnige Böden mit einem Größtkorn bis 63 mm, also für die in Dresden häufig anstehenden Sande und Kiese der Elbterrassen. Stark bindige Tone oder stark steinige Schichten mit Kopfgrößen über 63 mm sind nicht geeignet; hier muss auf Ersatzverfahren wie das Ausstechzylinder-Verfahren oder die dynamische Fallplatte ausgewichen werden.
Wie viele Prüfpunkte sind für meine Baumaßnahme nötig?
Die Anzahl der Prüfpunkte richtet sich nach den Vorgaben der ZTV E-StB und dem Bauvertrag. Üblich ist ein Raster von einem Prüfpunkt je 200 bis 500 m² pro verdichteter Lage. Unser verantwortlicher Ingenieur legt das Prüfraster in Abstimmung mit der örtlichen Bauleitung und dem Baugrundgutachter fest, sodass der geforderte Verdichtungsgrad DPr statistisch abgesichert nachgewiesen wird.
Wie lange dauert die Auswertung vor Ort?
Das Ergebnis der Trockendichte liegt bereits nach etwa 30 Minuten auf der Baustelle vor. Unser Prüfteam kann den Verdichtungsgrad sofort mit dem geforderten Sollwert aus dem Proctorversuch abgleichen und die Lage für den weiteren Einbau freigeben oder, falls nötig, eine Nachverdichtung anordnen. So entstehen keine unnötigen Wartezeiten im Bauablauf.