StartseiteIn-Situ-Prüfungen

In-Situ-Prüfungen in Dresden

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

MEHR ERFAHREN →

In-Situ-Prüfungen stellen einen unverzichtbaren Bestandteil der Baugrunderkundung in Dresden dar. Sie umfassen alle direkten Untersuchungen, die unmittelbar im Boden oder Fels vor Ort durchgeführt werden, um dessen Eigenschaften und Zustand zuverlässig zu bestimmen. Anders als Laborversuche an entnommenen Proben liefern sie Ergebnisse unter natürlichen Spannungs- und Lagerungsbedingungen. Dies ist besonders in einer Stadt wie Dresden von Bedeutung, wo heterogene Untergrundverhältnisse und eine dichte historische Bebauung präzise Kennwerte für die Planung und Ausführung von Bauvorhaben erfordern.

Die geologische Situation Dresdens ist durch die Lage im Elbtalkessel geprägt. Hier wechseln sich quartäre Talsedimente wie Auenlehme, Sande und Kiese mit pleistozänen Terrassenablagerungen ab. In den Hanglagen treten kreidezeitliche Sandsteine und Plänerkalke zutage, während im Stadtzentrum mächtige anthropogene Auffüllungen aus Trümmerschutt und historischen Aufschüttungen weit verbreitet sind. Diese komplexe Geologie macht eine sorgfältige Erkundung mittels Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren) und anderer In-Situ-Methoden unerlässlich, um Setzungen oder Tragfähigkeitsprobleme sicher auszuschließen.

In-Situ-Prüfungen in Dresden

Für die Durchführung von In-Situ-Prüfungen in Deutschland sind die Normen des DIN-Normenausschusses Bauwesen maßgebend. Zentral ist die DIN EN 1997-2 in Verbindung mit der DIN 4020, welche die geotechnischen Erkundungsverfahren regeln. Ergänzend greifen die Empfehlungen des Arbeitskreises 'Baugrund' der DGGT. Für spezifische Verfahren wie die direkte Dichtebestimmung ist die DIN EN ISO 17892-1 einschlägig. Diese Normen definieren die erforderliche Anzahl, Tiefe und Auswertung der Prüfungen und sind für die Standsicherheitsnachweise nach Eurocode 7 bindend.

Die Anwendungsbereiche in Dresden sind vielfältig und reichen vom klassischen Hoch- und Tiefbau über den Verkehrswegebau bis zur Sanierung von Altlastenverdachtsflächen. Besonders bei Neubauten in den elbnahen Quartieren, wo setzungsempfindliche Böden vorherrschen, ist die Bestimmung der Lagerungsdichte mittels Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren) eine Standardanforderung. Ebenso erfordert der Bau von Deichen und Hochwasserschutzanlagen entlang der Elbe umfangreiche In-Situ-Kontrollen, um die Verdichtungsgrade der Schüttmaterialien nachzuweisen. Auch bei der Errichtung von Windenergieanlagen im Umland Dresdens sind dynamische Sondierungen und Rammsondierungen zur Ermittlung der Pfahlmantelreibung unverzichtbar.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: kontakt@geotechnik.biz

Verfügbare Leistungen

Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren)

→ Ver detalle

Fragen und Antworten

Was versteht man unter In-Situ-Prüfungen in der Geotechnik?

In-Situ-Prüfungen sind direkte Untersuchungen des Baugrunds in seiner natürlichen Lage, ohne die Entnahme gestörter Proben. Sie liefern Kennwerte wie Lagerungsdichte, Festigkeit oder Verformbarkeit unter realen Spannungsbedingungen. Typische Verfahren sind Sondierungen, Plattendruckversuche und die Felddichtebestimmung.

Warum sind In-Situ-Prüfungen in Dresden besonders wichtig?

Dresdens Untergrund ist durch die Elbtalgeologie mit heterogenen Auenlehmen, Kiesen und mächtigen Trümmerauffüllungen aus dem Krieg geprägt. Diese Wechsellagerungen erfordern genaue In-Situ-Prüfungen, da Laborversuche an kleinen Proben die oft grobkörnigen oder blockhaltigen Böden nicht repräsentativ abbilden können.

Welche Normen sind für In-Situ-Prüfungen in Deutschland verbindlich?

Die maßgebenden Normen sind die DIN EN 1997-2 (Eurocode 7) und die DIN 4020 für geotechnische Erkundung und Untersuchung. Für spezifische Verfahren gelten eigene Normen, etwa die DIN EN ISO 17892-1 für Dichtebestimmungen oder die DIN 18134 für den Plattendruckversuch, die den Prüfablauf exakt definieren.

Welche In-Situ-Prüfungen werden für den Nachweis der Verdichtung von Schüttlagen eingesetzt?

Zur Verdichtungskontrolle von Tragschichten oder Hinterfüllungen werden hauptsächlich Plattendruckversuche zur Ermittlung des Verformungsmoduls sowie die Felddichtebestimmung mittels Sandkegelverfahren eingesetzt. Letztere liefert direkt den Verdichtungsgrad, indem die Trockendichte in situ gemessen und mit dem Proctorwert verglichen wird.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Dresden und seinem Großraum.

Größere Karte ansehen