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Triaxialversuch in Dresden: Geotechnische Laboranalyse für anspruchsvolle Gründungen

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Die DIN 18137-2 fordert für die Bestimmung der Scherfestigkeit bindiger und nichtbindiger Böden ein präzises Verfahren – den Triaxialversuch. In Dresden ist diese Norm nicht nur eine Formalie. Das Elbtal mit seinen quartären Kiesen und den darunter anstehenden kreidezeitlichen Sand- und Tonsteinen verlangt nach wirklich belastbaren Kennwerten. Wir führen den Triaxialversuch in unserem akkreditierten Labor konsequent als konsolidiert-drainierten (CD) oder konsolidiert-undrainierten (CU) Versuch durch, je nach Fragestellung. Für die Baugrubenplanung in der Dresdner Neustadt, wo der Grundwasserspiegel hoch ansteht, ergänzen wir die Analyse oft mit einer in-situ Durchlässigkeit, um den Porenwasserdruckaufbau realistisch abzubilden. Die gewonnenen Parameter (φ‘, c‘, Steifigkeit) fließen direkt in die Finite-Elemente-Modelle unserer Projektpartner ein.

Ein realitätsnaher Triaxialversuch in Dresden bildet den Spannungspfad einer Baugrube ab – und verhindert, dass Sie mit falschen Bodenkennwerten in die statische Berechnung gehen.

Vorgehen und Leistungsumfang

Die Bodenverhältnisse in Dresden wechseln auf kurzer Distanz. Vergleichen Sie nur die Flussauen der Elbe mit den Hängen in Pillnitz: Im weichen Auelehm benötigen wir den CU-Versuch, um die undrainierte Scherfestigkeit für die Anfangsstandsicherheit einer Böschung zu ermitteln. Am Elbhang in Loschwitz hingegen dominieren Pläner und Sandsteine, deren Bruchverhalten wir im Triaxialversuch mit Spannungswegen simulieren, die der geplanten Aushubtiefe entsprechen. Unser Labor kann Proben mit einem Durchmesser von 100 mm prüfen, was bei grobkörnigen Kiesen aus der Hellerterrasse entscheidend ist. Die Ergebnisse zeigen oft, dass der Reibungswinkel um 2–3 Grad höher liegt als konservativ angenommen – eine Erkenntnis, die bei der Dimensionierung einer Stützmauer schnell sechsstellige Beträge an Beton und Bewehrung einspart. Wir dokumentieren jede Bruchform fotografisch und liefern die Spannungs-Dehnungs-Diagramme in voller Auflösung.
Triaxialversuch in Dresden: Geotechnische Laboranalyse für anspruchsvolle Gründungen
Technisches Referenzbild — Dresden

Lokale Besonderheiten

Beim Bau eines 8-geschossigen Wohnhauses an der St. Petersburger Straße stand der Aushub im Grundwasser. Der Baugrundgutachter hatte aus Erfahrungswerten einen Reibungswinkel von 32,5° für den Sand angesetzt. Der von uns durchgeführte CD-Triaxialversuch ergab jedoch nur 29° – ein scheinbar kleiner Unterschied, der die erforderliche Einbindetiefe der rückverankerten Bohrpfahlwand um über 1,20 m erhöhte. Ohne diesen Versuch wäre die Baugrube mit einer rechnerisch zu geringen Sicherheit ausgeführt worden. In Dresden sehen wir solche Diskrepanzen häufig, weil die geologische Vorbelastung der Elbsedimente stark variiert. Verlassen Sie sich nicht auf Tabellenwerte. Der Triaxialversuch ist die einzige Methode, die den Einfluss des Porenwasserdrucks auf die effektive Spannung korrekt abbildet. Gerade bei wechselnden Grundwasserständen in Ufernähe ist das unverzichtbar.

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Typische Werte

ParameterTypischer Wert
Geeignete BodenartenBindige und nichtbindige Böden (Ton, Schluff, Sand, Kies bis 20 mm)
VersuchstypenCD (konsolidiert-drainiert), CU (konsolidiert-undrainiert), UU (unconsolidiert-undrainiert)
NormDIN 18137-2, Eurocode 7 (DIN EN 1997-2)
Max. Korngröße20 mm (Probedurchmesser 100 mm), kleinere Fraktionen möglich
SättigungsverfahrenBack-Pressure-Verfahren mit Porenwasserdruckmessung
BerichtsumfangSpannungs-Dehnungs-Diagramm, Bruchkriterium, Mohr-Coulomb-Parameter, Porenwasserdruckentwicklung
Probendauer5–10 Werktage nach Probeneingang (abhängig von Sättigung und Konsolidierung)

Verwandte Dienstleistungen

01

CD-Triaxialversuch (konsolidiert-drainiert)

Wir ermitteln die effektiven Scherparameter φ‘ und c‘ für langfristige Standsicherheitsberechnungen. Dieses Verfahren ist in Dresden maßgeblich für dauerhafte Böschungen, Stützbauwerke und Flachgründungen auf den durchlässigen Elbkiesen und Sanden. Der Versuch läuft langsam, um Porenwasserüberdrücke auszuschließen, und liefert die exakte Spannungs-Dehnungs-Charakteristik für numerische Modelle.

02

CU-Triaxialversuch (konsolidiert-undrainiert)

Dieser Versuch bildet die kurzfristige Belastungssituation nach – etwa den schnellen Aushub einer tiefen Baugrube in den gering durchlässigen Auelehmen und Geschiebemergeln der Dresdner Innenstadt. Wir messen den Porenwasserdruck während des Abscherens und bestimmen sowohl die totalen als auch die effektiven Festigkeitsparameter. Das ist die Grundlage für jede wasserdruckempfindliche Konstruktion.

Geltende Normen

DIN 18137-2:2011-04 (Bestimmung der Scherfestigkeit – Triaxialversuch), DIN EN 1997-2:2010-10 (Eurocode 7 – Erkundung und Untersuchung des Baugrunds), DIN 4020:2010-12 (Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke)

Fragen und Antworten

Was kostet ein Triaxialversuch in Dresden?

Für einen konsolidierten Triaxialversuch (CD oder CU) an einer Probe rechnen Sie in Dresden mit Kosten zwischen €1.660 und €2.300. Der Preis hängt vom Sättigungsaufwand, der erforderlichen Konsolidationszeit und der Anzahl der Laststufen ab. Wir erstellen Ihnen vorab ein verbindliches Angebot, das Probentransport, Versuchsdurchführung und einen prüffähigen Bericht umfasst.

Wie viele Proben brauche ich für eine Baugrube in Dresden?

Das hängt vom Baugrundmodell ab. In den heterogenen Elbsedimenten empfehlen wir mindestens drei Proben pro homogener Bodenschicht, um eine statistisch belastbare Bandbreite der Scherparameter zu erhalten. Bei tiefen Baugruben mit mehreren Grundwasserstockwerken in der Dresdner Innenstadt können das schnell 6–9 Proben sein.

Wie lange dauert der Triaxialversuch im Labor?

Rechnen Sie mit 5 bis 10 Werktagen ab Probeneingang. Ein CD-Versuch an einem bindigen Boden kann wegen der langsamen Drainage und Sättigung bis zu zwei Wochen beanspruchen. Wir informieren Sie frühzeitig, wenn der Zeitplan kritisch wird.

Welche Bodenarten können Sie in Dresden prüfen?

Wir prüfen bindige Böden wie Ton und Schluff sowie nichtbindige Böden wie Sand und Feinkies bis zu einer Korngröße von 20 mm. Größere Fraktionen aus den Dresdner Flussschottern sind im Triaxialgerät nicht normgerecht prüfbar – hier weichen wir auf Großrahmenscherversuche aus.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Dresden und seinem Großraum.

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